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Modulsystem

Das „Schulunterrichtsgesetz für Berufstätige“ (SchUG-BKV) hat das deklarierte Ziel „erwachsenengerechte und individuelle Bildungslaufbahnen“ zu ermöglichen. Wir sollen uns „von Klassen und Schulstufen lösen. Ja, das tun wir.

Regelungen Bemerkungen dazu

Semester und Module

Wir denken die gesamte Schule nicht in Jahren, sondern in Semestern. Wir denken sie auch nicht in Klassen, sondern in Modulen. Laut unserem SchUG-BKV sollen wir uns von Klassen und Schulstufen lösen und individuelle Bildungslaufbahnen ermöglichen.

Sie werden deshalb bei uns z.B. nicht einer „Klasse 6E“ mit dem betreffenden Stundenplan zugewiesen, sondern Sie wählen sich Ihren Stundenplan selbst. Sie bestimmen selbst, welches Ihre nächsten Schritte auf dem Weg zur Reifeprüfung sind („Modulbelegung“). Sie können in verschiedenen Fächern verschieden weit sein - das ist kein Problem.

Wichtige Grundregel bei der Modulbelegung: Sie brauchen für die Belegung eines Moduls ein positives Vor-vor-Modul. Also: kein E7 ohne E5. Damit ist aber auch verbunden, dass es kein „Sitzenbleiben“ im engeren Sinn gibt. Wenn Sie in E5 negativ sind, können Sie mit E6 weitermachen. Damit Sie in E7 reinkommen, müssen Sie den 5er aus E5 aber zuerst ausbessern.

 

Je mehr Sie in Ihre Woche bringen, desto schneller sind Sie mit dem Studium fertig. Je weniger Sie pro Woche erledigen, desto länger dauert Ihr Studium. Nur: wenn Sie sich zu viel zumuten, werden Sie nicht schneller, sondern dann überlasten Sie sich und werden langsamer. Finden Sie Ihre individuelle Geschwindigkeit. Sie hängt auch von Ihrer beruflichen und anderweitigen Belastung ab.

Wir können Ihnen nicht sagen, wie lange Ihr Studium bei uns dauern wird. Das hängt ganz wesentlich auch von Ihrem Engagement und Ihrem Aufwand und Ihren Möglichkeiten ab.

Sie können bei uns in verschiedenen Fächern auf verschiedenen Niveaus sein. Sie können in Deutsch im Modul D8 kurz vor der Reifeprüfung stehen und in M5 noch „gut ein Jahr hinten“ sein. Kein Problem.

„Wiederholung“

Sie haben pro Modul 4 Chancen.

Wenn Sie ein Modul nicht geschafft haben, können Sie eine „Wh“ (Wiederholungsprüfung) ablegen - diese heißt bei uns „Kolloquium“. Sie können dieses Modul aber auch wiederholen. Sie wiederholen dann aber nicht „ein Semester“ oder gar ein Schuljahr, sondern nur dieses eine Modul.

Sie können ein Modul zweimal besuchen; ein drittes Mal nur mit Genehmigung des Direktors. Die Gesamtanzahl der Unterrichtsbesuche und Kolloquien darf pro Modul nicht 4 übersteigen.

Wer in einem Modul 4 Mal negativ ist, kann die Schule nicht weiter besuchen!

 

Der erste Schritt, ein Modul zu bestehen, ist normalerweise ein Unterrichtsbesuch („U“). Der zweite Schritt ist normalerweise ein Kolloquium („K“).

Geht das Kolloquium schief, sollten Sie sich überlegen, wieso. Haben Sie zu wenig gelernt? Das Falsche gelernt? Oder haben Sie den Stoff nicht ganz verstanden?

Je nach Analyse sieht dann Ihr dritter Versuch aus: U oder K. Viele Varianten sind denkbar: UKKK; UKKU; UKUK; UUKK ...

Jedenfalls ist ein Kolloquium immer eine Prüfung über den Gesamtstoff ... aber nur eines Semesters, nie eines Jahres!

StudienkoordinatorInnen

JedeR Studierende bekommt einen persönlichen Studienkoordinator („StuKo“) zugeteilt. StuKos sind erfahrene Lehrpersonen, die ihre Studierenden auf dem Weg zur Matura begleiten und beraten. Sie führen Modulberatung und –belegung durch, übernehmen Zeugniskontrolle und –ausgabe, die Anmeldung zu Prüfungen, usw.

Kurz: StuKos sind die erste Anlaufstelle bei Problemen und bei der Suche nach Informationen. Die StuKos haben wöchentlich Sprechstunden (Plan wird bekannt gegeben) und können auch per E-Mail kontaktiert werden.

 

Die Informationen werden durch die StuKos und durch die Direktion via E-Mail bzw. über die Lernplattform moodle bekanntgegeben. Es ist daher wesentlich, dass Sie als Studierende über E-Mail und moodle erreichbar sind.

Modulprüfung

Wer ein Modul nicht besuchen möchte und glaubt, dieses durch eine Prüfung „überspringen“ zu können, darf mit Genehmigung der Direktion eine sogenannte „Modulprüfung“ ablegen. Man muss dazu einen schriftlichen Antrag an den Direktor richten, in dem man argumentiert, warum man diese Prüfung auch ohne Unterrichtsbesuch schaffen kann (z.B. Vorwissen, Berufspraxis in einem bestimmten Bereich).

Modulprüfungen zählen nicht zu den 4 maximal möglichen Modulantritten.

 

Hauptzweck einer Modulprüfung ist lt. Gesetzes­erläuterungen das Einbringen von „informell erworbenem“ Wissen, also von Wissen, das man nicht in einer Schule erworben hat.

Wenn man eine Modulprüfung nicht schafft, muss man das entsprechende Modul besuchen – eine Wiederholung einer Modulprüfung ist vom Gesetz ausdrücklich ausgeschlossen.

Einstufungsprüfungen

Einstufungsprüfungen werden bei der Anmeldung von der Direktion mit Fristsetzung vorgeschlagen. Sie sollen verhindern, dass Studierende wegen einzelner Fächer einen beträchtlich längeren Schulbesuch in Kauf nehmen müssen.

Einstufungsprüfungen können innerhalb der gesetzten Frist wiederholt werden, sie zählen nicht zu den 4 maximal möglichen Modulantritten.

 

Einstufungs­prüfungen gibt es nur für neu eintretende Studierende. Die Prüfungen müssen vom Direktor mit einer Befristung versehen werden.

Wird die Einstufungsprüfung innerhalb der gesetzten Frist (in der Regel ein Semester) nicht bestanden, muss das Modul besucht werden.

Prüfungsanmeldungen

Die Anmeldung zu Kolloquien und Einstufungsprüfungen über Module erfolgt beim StuKo. Der StuKo kontrolliert, ob die Anmeldung gültig ist (Art der Prüfung, PrüferIn) und gibt die Daten an die Administration weiter.

Die Anmeldung zu Modulprüfungen setzt eine Genehmigung durch den Direktor voraus.

 

Achtung: Bitte beachten Sie bei den Prüfungsanmeldungen die entsprechenden Fristen! Den Terminplan mit Anmelde­fristen finden Sie unter Termine.

Leistungsanforderungen

In jeweils zwei vergangenen Semestern muss eine Minimalanzahl von insgesamt 10 Wochenstunden positiv absolviert werden.

Wer das ohne sog. „rücksichtswürdige Gründe“ nicht schafft, kann die Schule nicht weiter besuchen.

Das Studium ist mit einer Höchststudiendauer von 8 Jahren begrenzt. Auch wenn absehbar ist, dass Sie aufgrund mangelnden Studienfortschritts ein Fach nicht mehr abschließen können, müssen wir Sie streichen.

 

Ein „normaler“ Wochenstundenplan umfasst ca. 20 Wochenstunden. Bei „Normalgeschwindigkeit“ können Sie also in 2 Semestern ca. 40 Stunden positiv abschließen.

Wenn Sie nicht einmal ein Viertel davon (also keine 10 Stunden) schaffen, verlangt das Gesetz, dass wir nach „rücksichtswürdigen Gründen“ fragen. Wir tun das auch.

Wenn Sie keine „rücksichtswürdigen Gründe“ nennen können, werden Sie als Studierende gestrichen.